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Bücher zum Thema "Persönlichkeit" - Übersicht:

Amy und die Wildgänse
Auf der Suche nach dem verlorenen Glück
Das Erfolgsbuch
Das LOLA-Prinzip
Der Alchimist
Der Jesaja-Effekt
Dianetik 55!
Die Kraft gelebter Visionen
Die Macht des Unbewussten für sich nutzen
Die YAL Methode - Die Zauberformel für das Leben
Easy zum Ziel
Geistesheilung durch sich selbst
Hühnersuppe für die Seele
Ihr Weg zum Glück
Konfliktmanagement
Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser
Maria Magdalena
Prognose Hoffnung - Liebe, Medizin und Wunder
Richtig bewerben - Wie Sie Ihren Traumjob finden
Sorge Dich nicht - lebe!
Sprungbrett zur Kreativität
Von Gewichtsproblemen und anderen Leiden(schaften)
Weisheit der Delphine
Wahre Kraft kommt von Innen



Maria Magdalena: Ein Roman über die Geschichte von Jesus von Nazareth aus der Sicht von Maria Magdalena. Sehr lesenswert, da er auch viele Denkanstöße für sein persönliches Leben gibt.

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Prognose Hoffnung - Liebe, Medizin und Wunder, Dr. med. Bernie Siegel: Der Autor beschreibt in diesem lesenswerten Buch nicht nur die Krise der derzeitigen Schulmedizin und einen möglichen Weg aus deren Dilemma, sondern die Aussagen, die er über Wege zur "Heilung" trifft, lassen sich auf das Leben als Ganzes und Heilung im Sinne eines lebenswerten, zufriedenen, glücklichen und erfolgreichen Lebens verallgemeinern. Deshalb möchte ich hier für den ersten Teil des Buches einmal eine andere Form derBuchbesprechung wählen: links steht jeweils ein Zitat aus dem Buch, und rechts ein Kommentar von mir, der sich auf das Leben im Allgemeinen bezieht:

(S. 5) Dieses Buch widme ich dem Schöpfungsakt ...
(S. 10) Der Zustand unseres Bewusstseins und unsere Krankheit sind nicht voneinander zu trennen

   

Die wenigsten Menschen sind sich bewusst, dass sie ständig als "Schöpfer" tätig sind! Ohne Unterlaß kreieren wir mit unseren - durch entsprechend kraftvolle Gefühle (positiver wie negativer Art) mit Energie versehenen Gedanken - diejenige Realität, die den Inhalten unseres Bewusstseins entspricht.

 

(S. 10) Wir müssen die ärztliche Ausbildung neu überdenken und fürsorgliche, mitfühlende Ärzte hervorbringen, keine Techniker.
Wir wollen als wahre Profis die Kranken gesund machen ... Doch leicht geraten wir in Versuchung, unser Können zu missbrauchen, indem wir einen sicheren Abstand wahren zu dem, was wirklich zählt, und dabei vergessen, dass auf lange Sicht Heilung ohne Anteilnahme mehr schadet als nutzt.

   

Die nüchterne Analyse zeigt leider, dass er mit dieser provozierenden Aussage Recht hat: Der Mensch wurde zur zu reparierenden Maschine degradiert. Kein Wunder, dass dieser keine Beteiligung mehr an seiner Krankheit (an-)erkennt, denn er sitzt zudem scheinbar ebenso seelenlosen "Behandlern" gegenüber, die oft gar nicht mehr selbst "Hand anlegen". Die Kunst der Heilung wurde mittlerweile auf Geräte delegiert, eine "fundierte Diagnose" dient oft der Befriedigung des Arztes, aber keineswegs der Heilung.

 

(S. 11) Aber genauso weiß ich auch, dass viele Menschen heute nicht mehr am Leben sind, weil sie die Voraussagen ihres Arztes erfüllt haben.

   

Was für einen guten (Psycho-)Therapeuten gilt, gilt heute, wie das Buch mit dem Titel "Heilen verboten - Töten erlaubt" beweist, längst nicht für Ärzte: Einfühlungsvermögen als Grundvoraussetzung zur Berufsausübung. Denn sonst hätten sie längst verstanden, dass ihre Prognosen durch den Placebo-Effekt und die Kraft des Bewusstseins ihrer Patienten in vielen Fällen dazu führt, dass ihre Patienten genau ihre Prognosen wahr machen!

 

(S. 11) Auch den Tod sehe ich nicht als Versagen an. Die Angst dagegen, Schmerzen aus der Kindheit und falsche Meinungen aufzugeben - das bedeutet für mich versagen.

   

Viele Ärzte haben ein grundlegendes Problem: Sie betrachten den Tod als Feind und betreiben damit Lebensverlängerung um jeden Preis. Neben dem weit verbreiteten materialistischen Weltbild ist daran schuld, dass sie die negativen Seiten ihres Berufes - und zu den negativsten zählt für sie der Tod - nicht wirklich konfrontieren können. Deshalb biete ich an, Ärzten, die von allen Berufsgruppen die höchsten Selbstmordraten aufweisen, den Stress auf die negativen Seiten ihres Berufes zu nehmen ;-))

 

(S. 13) Ich rate allen, leben Sie Ihr eigenes Leben! Lassen Sie diese wunderbare Intelligenz durch Sie sprechen. Der Schlüssel zu Ihrem wahren Wesen liegt in Ihrem Inneren. Auf geheimnisvolle Art und Weise barg die mikroskopisch kleine Eizelle, aus der Sie entstanden sind, das Programm für Ihre physische, intellektuelle, emotionale und seelische Entwicklung in sich. Halten Sie diese Entwicklung nicht auf, damit sie sich voll entfalten, wachsen und gedeihen kann. Folgen Sie Ihrem Glück, und seien Sie so, wie Sie sein wollen. Erklimmen Sie nicht die Leiter des Erfolgs, nur um hinterher festzustellen, dass sie an der falschen Mauer lehnt. Lassen Sie sich nicht von Ihrem Alter in Ihrem menschlichen Wachstum behindern.

   

Mit diesem Abschnitt zeigt der Autor eine wunderbare Ehrfurcht vor dem Leben, die jenen verloren gegangen ist, die zwar mittlerweile in der Lage sind, den Menschen bis hinein in seine Erbanlagen und seine DNA zu untersuchen, aber dabei den Menschen selbst und das Leben aus den Augen verloren haben. Und auch bekniet er diejenigen, die den Jugendlichkeitswahn durch die Einflüsterungen einer höchst eigennutzige Interessen verfolgenden Medienlandschaft verinnerlicht haben, und glauben, im Alter müsse man krank sein und wäre nicht mehr imstande, sich zu verändern.

 

(S. 14) ... dass sich die Patienten in zwei Gruppen aufteilten: in diejenigen, die davon überzeugt waren, dass sie die Krankheit überwinden und zu einem normalen Leben zurückkehren würden, und diejenigen, die sich mit einer langwierigen, vielleicht sogar tödlichen Krankheit abgefunden haben.

   

Die Parallelität zu dem "normalen" Leben ist offensichtlich: Auch hier gibt es die große Mehrheit, die sich mit dem Durchschnittsleben des mediengesteuerten "menschlichen Roboters" zufrieden gibt und in "Deutschland sucht den Superstar" und der Fußball-Weltmeisterschaft die beste Verwendung ihrer Zeit zu finden glaubt. Und dann gibt es die ständig wachsende (noch) Minderheit, die zwar weiß, dass der Weg abseits der Normalität nicht immer der einfachste ist, dass jedoch die Tatsache, dass man seinen ganz privaten Wünschen und Träumen folgt und diese verwirklicht, langfristig weit gesünder, zufriedener, glücklicher und erfolgreicher macht.

 

(S. 15/16) Diese Meinung teilte er mit Hippokrates, der festgestellt hat, es sei ihm lieber, zu erfahren, was für eine Art Mensch eine bestimmte Krankheit hat, anstatt welche Art von Krankheit ein bestimmter Mensch habe. Louis Pasteur und Claude Bernard, zwei große Biologen des 19. Jahrhunderts, haben sich ihr ganzes Leben lang gestritten, worauf es bei einer Erkrankung mehr ankomme - auf den "Boden", den menschlichen Körper, oder auf den Krankheitserreger. Erst als er im Sterben lag, gab Pasteur zu, dass Bernard recht gehabt hatte. "Es ist der Boden, auf den es ankommt", erklärte er.

   

"Übersetzen" wir diesen Abschnitt auf jeden Lebensbereich, so lautet er:
Diese Meinung teilte er mit Trainern und Coaches, die festgestellt haben, es sei ihnen lieber, zu erfahren, was für eine Art Mensch ein bestimmtes Problem hat, anstatt welche Art von Problem ein bestimmter Mensch habe. Die offizielle Meinung hat sich über Jahrhunderte mit weisen Menschen darüber gestritten, worauf es beim Thema "Lebenserfolg" ("Erfolg" im Sinne von Zufriedenheit, Glück, Gesundheit) ankomme - auf den "Boden", das Bewusstsein des Menschen, oder auf die genetische Herkunft, die Bildung und das Elternhaus und die finanzielle Ausstattung. Viele werden es erst auf dem Sterbebett zugeben können, dass sie weit mehr ihrer Träume hätten wahr machen können, wenn sie sich auf den "Boden" konzentriert hätten.

 

(S. 16) Patienten unterscheiden sich gewaltig voneinander. Manche sind zu nahezu allem bereit, nur nicht dazu, ihr Leben so zu ändern, dass sich ihre Heilungschancen erhöhen.
(S. 17) Allerdings wissen wir alle, dass viele Menschen ihr Leben so führen, als wären sie nur darauf aus, es zu verkürzen. Außergewöhnliche Patienten haben den Druck, die Konflikte und die Gewohnheiten überwunden, die andere dazu verleiten, nach diesem bewussten oder unbewussten "Todeswunsch" zu handeln. Statt dessen sind ihre Gedanken und ihre Handlungen dem Zweck des Lebens förderlich.

   

Auch im "normalen Leben" sind viele Menschen fast zu allem bereit - nur nicht zu einer Veränderung. Dieser genetisch oder evolutionär angelegte Drang nach Bewahrung eines bestehenden Zustandes hat zwar bisher das Leben bewahrt - auf welchem Niveau jedoch wird oft dabei aus den Augen verloren! Jeder Mensch hat ständig die Wahl - auch wenn die technischen Möglichkeiten der (auch geistigen) Beeinflussung ständig wachsen, so führen kraftvolle Ziele und Visionen noch immer dazu, dass der Mensch, der auf diese Weise motiviert ist, seine Ziele verfolgt (dass dabei die geschickte Art der Manipulation ihn manchmal auf Irrwege führen kann, hilft ihm dabei, seine "innere Stimme" bzw. Intuition mehr und mehr zu schulen).

 

(S. 17) Die wissenschaftlichen Arbeiten anderer Ärzte und meine eigene tägliche klinische Erfahrung haben mich davon überzeugt, dass der geistige Zustand den Zustand des Körpers verändert, und zwar auf dem Weg über das zentrale Nervensystem, das endokrine System und das Immunsystem. Seelischer Frieden sendet dem Körper die Botschaft Lebe!, während ihm Depression, Angst und ungelöste Konflikte eine Botschaft Stirb! vermitteln. Jede Heilung ist wissenschaftlich begründet, selbst wenn die Wissenschaft noch nicht zu erklären vermag, wie diese unerwarteten "Wunder" vor sich gehen.

   

Genauso ist es mit dem Schöpfungsprozess, den jeder Mensch ständig bewusst oder unbewusst durchführt: Die Erklärungsmodelle der "kosmischen Gesetze" (auch "hermetische Gesetze") erklären dem aufgeschlossenen Menschen zwar die Prinzipien, wie er "Wunder" in seinem Leben bewirken kann, wissenschaftlich anerkannt sind sie jedoch (noch) nicht, obwohl jeder Mensch in seinem persönlichen, täglichen Erleben die Wirkung z.B. des "Gesetz der Resonanz" oder des "Gesetz der Entsprechung" unmittelbar wiederfindet. Geeignete und mittlerweise hochentwickelte Coaching-Methoden können geneigten Menschen die Wirkung innerhalb kürzester Zeit demonstrieren.

 

(S. 18) Jeder kann ein außergewöhnlicher Patient sein, und am besten fängt man damit an, bevor man krank wird. Viele Menschen nutzen ihre Lebenskraft nicht aus, bis sie von einer fast tödlich endenden Krankheit zu einer "Sinnesänderung" gezwungen werden. Doch es muss nicht immer ein Erwachen in letzter Minute sein. Diese Kraft des Geistes steht uns immer zur Verfügung, und sie hat mehr Bewegungsraum, bevor eine Katastrophe droht.

   

"Übersetzen" wir auch diesen Abschnitt auf jeden Lebensbereich, so lautet er:
Jeder kann ein außergewöhnlicher Mensch sein, und Außergewöhnliches erreichen, und am besten fängt man damit an, bevor man ernsthafte Probleme bekommt. Viele Menschen nutzen ihre Lebenskraft nicht aus, bis sie fast von ihren Problemen "erschlagen" und damit gezwungen werden. Doch es muss nicht immer ein Erwachen in letzter Minute sein. Diese Kraft des Geistes steht uns immer zur Verfügung, und sie hat mehr Bewegungsraum - und wir erinnern uns auch leichter ihrer -, bevor eine Katastrophe droht.

Nachfolgend möchte ich einfach noch einige Zitate des Autors anführen, die zeigen, wie kritisch er zu der Vorgehensweise der modernen Schulmedizin steht.
Über die begrenzten Vorstellungen und die wirkliche Aufgabe der Schulmedizin (S. 19/20/21) Ärzte sind sich selten bewusst, wie anders sie mit Krebspatienten - im Vergleich mit ihren übrigen Patienten - sprechen. [...] Wir müssen lernen, den Patienten die Möglichkeit zu geben, sich an der Heilung jeder Krankheit zu beteiligen.[...] Ich versuche nur zu erklären, warum ich mir immer wie ein Versager vorkam, bis mir meine Patienten beibrachten, dass zur Medizin mehr gehört als Pillen und Skalpelle. [...] Der Tod bedeutet nicht, zu versagen. Versagen heißt, sich den Herausforderungen des Lebens zu entziehen. In diesem Buch möchte ich Ihnen die ganz besonderen Patienten vorstellen, [...] die gesund werden, selbst wenn sie es eigentlich gar nicht dürften. [...] Heilung ist kein Gottesakt. Was die eine Generation als Wunder ansieht, gilt oft für eine andere als wissenschaftliche Tatsache. Verschliessen Sie Ihre Augen nicht vor Handlungen und Ereignissen, die nicht immer messbar sind. Sie kommen durch eine innere Energie zustande, die für uns all verfügbar ist.
Über die Haltung der Ärzte gegenüber ihren Patienten und die Unfähigkeit, mit dem Leiden fertig zu werden (S. 27-29, 31, 34, 54, 84, 87, 88) Ich hatte keine Vorlesungen über Liebe und Heilen und darüber, wie ich mit Patienten reden muss oder warum ich Arzt geworden bin. Ich habe während meiner Ausbildung keine Heilung erfahren, und trotzdem wurde von mir erwartet, dass ich andere heile. [...] Aber ich hatte gelernt, daran zu glauben, dass meine Arbeit auf mechanische Art und Weise etwas mit den Menschen tat, damit sie sich besser fühlten, damit ihr Leben gerettet wurde. So jedenfalls wird der Erfolg eines Arztes definiert. [...] Genauso wie sich ein Geistlicher allein fühlt, wenn er nie gelernt hat, mit Gott zu reden, so fühlt man sich auch als Arzt allein, wenn man nicht lernt, mit den Patienten zu reden. [...] Wie können wir erwarten, Menschen zu helfen, die uns nicht alles erzählen, was ihnen Sorgen macht? [...] Die ganze Zeit hatte ich mich mit Fällen, Krankenkarten, Krankheiten, Arzneimitteln, Pflegern, Krankenschwestern und Prognosen abgegeben, aber nicht mit Menschen. Ich hatte meine Patienten nur als Maschinen angesehen, die ich reparieren sollte. [...] Das nur allzu übliche Versäumnis, mit Patienten fruchtbar zusammenzuarbeiten, kommt von der Ausbildung, die ein Arzt genießt und die ihn lehrt, ein reiner Techniker zu sein. Beim Medizinstudium lernen wir alles über Krankheiten, aber wir lernen nichts darüber, was die Krankheiten für die Menschen, die an ihnen leiden, bedeuten.. [...] Während unserer Ausbildung lernen wir, mit den Kranken kein Mitgefühl zu haben, um uns psychischen Stress zu ersparen. Unsere ganze medizinische Terminologie betont die Entfremdung. [...] Die emotionale Distanz verletzt jedoch beide Seiten. Wir ziehen uns zurück, wenn uns die Patienten am meisten benötigen. [...] Voller Entsetzen wurde mir bewusst, wie sehr diese Einstellung die Ärzte von ihrem "Fall" trennte [...] Mir wurde klar, dass ich, wie sehr ich auch dagegen angekämpft hatte, genau dieselbe Abwehrhaltung gegen Schmerz und Versagen einnahm. Weil ich meinen Patienten Schmerzen zufügte, zog ich mich von ihnen zurück, wenn sie mich am meisten brauchten. [...] Wir werden die besten Verleugner von allen. [...] Ich begann zu spüren, dass meine medizinischen Methoden, mit denen ich das Leben zu verlängern und die Krankheit zu heilen versuchte und die zu den höchsten Zielen unserer Zivilisation gehören, manchmal grausamer waren als die Methoden von Naturvölkern, bei denen eine schwere Krankheit möglichst schnell durch den Tod beendet wird.
Über die Wichtigkeit des Bewusstseins, die Absurdität, gegen die angebliche "Unwissenschaftlichkeit" mancher Methoden zu kämpfen, Statistiken, und das, was wirklich heilt (S. 38, 40, 61, 63, 64, 72, 97, 98, 111, 191, 231, 249, 293) Ich, der studierte Doktor, einer der "Götter in Weiß", hatte keine Ahnung, was im Kopf vor sich ging. Über den Geist-Körper-Zusammenhang gab es eine eigene Literatur, streng getrennt von der medizinischen, so dass sie den Fachleuten auf anderen Gebieten nicht bekannt war. Zum ersten Mal wurde mir klar, um wieviel weiter die Theologie, die Psychologie und die holistische Medizin in dieser Hinsicht waren. [...] Ich begann zu erkennen, wie verzerrt meine eigene Sichtweise war, weil ich mich immer nur auf Statistiken verließ. [...] Ärzte müssen sich darüber im Klaren sein, dass die Patienten, die ihnen schwierig und unkooperativ erscheinen, die größte Chance haben, wieder gesund zu werden. [...] Die "primitive" Medizin ist tatsächlich im Einsatz psychischer Kräfte viel weiter entwickelt als unsere [...] Es ist absurd, Behandlungen, die zum Erfolg führen, nicht zu verwenden, nur weil wir sie uns nicht erklären können. [...] Der Placebo-Effekt hängt vom Vertrauen eines Patienten in den Arzt ab. Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass diese Beziehung am Ende wichtiger ist als jede Medizin oder jede andere Prozedur. [...] Wenn Ärzte eine Prognose stellen, wieviel Zeit einem Patienten noch bleibt, begehen sie einen schrecklichen Fehler. Denn eine solche Prognose ist eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. [...] Passive Menschen, die ihre Ärzte gern haben, sterben oft genau nach Plan, als wollten sie ihnen helfen, recht zu behalten. [...] Statistiken sind wichtig, wenn man für eine ganz bestimmte Krankheit die beste Therapie auswählt, aber nachdem diese Entscheidung getroffen ist, gelten sie für den einzelnen Menschen nicht mehr. [...] Wenn ein Arzt am Zustand eines Patienten erstaunliche Besserungen feststellt und darüber berichtet, dann erwähnt er fast nie die Einstellung und den Lebensstil des Betreffenden. Wenn ich dann aber nachfrage, stelle ich fest, dass der Patient immer irgendwelche drastischen Veränderungen durchgemacht hat und zu einer liebevolleren und akzeptierenderen Lebenshaltung gelangt ist. Aber nur selten erzählt der Patient einem Arzt davon, der nicht dafür aufgeschlossen ist. [...] Die menschliche Haltung zählt sogar (Anm. von mir: zählt besonders!), wenn der Patient bewusstlos ist, schläft, im Koma liegt oder unter Narkose steht. [...] Die Vernachlässigung der Geist-Körper-Einheit durch die technologische Medizin ist nur eine kurze Verirrung, wenn man sie gegen die ganze lange Geschichte der Heilkunst hält. [...] Innere Zufriedenheit wurde als Voraussetzung für Gesundheit angesehen. [...] bleibt die vorbehaltlose positive Selbstbewunderung der wesentlichste Bestandteil für die eigene Gesundheit - es ist das Wichtigste, das ein Patient erringen muss, um aussergewöhnlich zu werden. [...] Glückliche Menschen werden im allgemeinen nicht krank, das ist die ganze Wahrheit. [...] Zeigen Sie mir einen Patienten, der sein Leben genießt, dann werde ich Ihnen jemanden zeigen, der länger leben wird. [...] Natürlich kann man von niemandem gesund gemacht werden. Man kann nur heilen. Viele Menschen werden von ganz verschiedenen Therapien gesund. Das heißt aber, dass nicht die Therapiemethoden selbst besonders wirksam sind, sondern dass die Menschen, gesund werden, weil sie etwas tun, woran sie glauben, etwas, das ihnen Hoffnung gibt. [...] Untersuchungen haben gezeigt, dass Menschen, die sich einer Psychotherapie unterziehen, nicht so oft zum Arzt gehen wie Menschen ohne eine Therapie. [...] "Wenn man nur genügend lieben könnte, wäre man das glücklichste und mächtigste Wesen auf der Welt ..." Man wird unverwundbar. Und das ist, wie ich finde, die wahre Zukunft der Medizin.
Über die Bedeutung der Hoffnung und das, was wirklich zählt (S. 61, 67, 191) Selbst wenn das, was man sich am meisten erhofft - nämlich die völlige Heilung -, nicht eintritt, kann es die Hoffnung an sich schon einem Kranken ermöglichen, noch viele Dinge im Leben zu vollbringen. [...] Solange meine Patienten so leben, dass ihr Leben für sie selbst von Wert ist, bin ich für sie da, um ihnen beim Weiterleben zu helfen. Aber wenn ein Patient beschlossen hat, dass es für ihn Zeit zum Sterben ist, sehe ich keinen Grund, warum ich ihm dabei nicht auch helfen sollte. Ich kann ihm dabei helfen, Konflikte zu lösen, die nur seine Energie verbrauchen, in dem Wissen, dass diese psychische Befreiung am Ende vielleicht doch Heilung bedeutet. Während das Akzeptieren des Todes also den Menschen keineswegs die Hoffnung nehmen muss, ist die Voraussage, dass sie an dem und dem Tag sterben werden, destruktiv und hat keinen Platz in der medizinischen Praxis. Paradoxerweise kann die Vorbereitung auf den Tod den Sinn des Lebens fördern. [...] Ich glaube nicht, dass die Patienten von Bernie länger leben, aber sie fühlen sich wohler, solange sie leben, und das ist doch das wichtigste.
Über die Ausbildung der Ärzte (S. 91) Ich glaube, daß es unbedingt zur Ausbildung eines jeden Arztes gehört, ein paar Tage lang als Patient auf einer Station mit viel Betrieb zu liegen, inklusive, wie ein Patient vor kurzem hinzufügte, "einem Tropf am Arm und einem Schlauch in der Nase". In den meisten Stammeskulturen weiß man solche Dinge. Dort kann man gewöhnlich erst ein Heiler werden, nachdem man Krankheit und Genesung am eigenen Leib erlebt hat. In unserer Kultur kann man kein Psychoanalytiker werden, ohne sich vorher analysieren zu lassen, aber man kann ein medizinischer Techniker werden, ohne je die Notwendigkeit einer Reparatur an sich selbst erlebt zu haben.
Über die Zukunft (der Menschheit) (S. 294) Wie Gandhi sagte: "Nicht unsere Feinde, sondern ihr Verlangen zu töten müssen wir töten." [...] George Ritchie schrieb am Schluss seines Buches Return from Tomorrow: "Gott ist damit beschäftigt, eine Rasse Menschen zu schaffen, die weiss, wie sie lieben muss. Ich glaube, dass das Schicksal der Erde davon abhängt, welche Fortschritte wir machen - und dass wir nur noch wenig Zeit haben.

Alles in allem kann ich sagen, dass dies wirklich eines der besten Bücher ist, die ich jemals gelesen habe - und dies trotz der Tatsache, dass der Autor - ganz im Widerspruch zu seinen revolutionären Erkenntnissen, die er niederschreibt - irgendwo in seinem Inneren doch noch sehr der Techniker geblieben ist, der an die Methoden der Schulmedizin glaubt, wie man zwischen den Zeilen oft lesen kann.

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