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Bücher zum Thema "Persönlichkeit" - Übersicht:
Amy und die Wildgänse
Auf der Suche nach dem verlorenen Glück
Das Erfolgsbuch
Das LOLA-Prinzip
Der Alchimist
Der Jesaja-Effekt
Dianetik 55!
Die Kraft gelebter Visionen
Die Macht des Unbewussten für sich nutzen
Die YAL Methode - Die Zauberformel für das Leben
Easy zum Ziel
Geistesheilung durch sich selbst
Hühnersuppe für die Seele
Ihr Weg zum Glück
Konfliktmanagement
Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser
Maria Magdalena
Prognose Hoffnung - Liebe, Medizin und Wunder
Richtig bewerben - Wie Sie Ihren Traumjob finden
Sorge Dich nicht - lebe!
Sprungbrett zur Kreativität
Von Gewichtsproblemen und anderen Leiden(schaften)
Weisheit der Delphine
Wahre Kraft kommt von Innen
Konfliktmanagement - Vom
Konfliktvermeider zum Konfliktmanager: Grundlagen, Techniken, Lösungswege,
Susanne Motamedi: In 6 Kapiteln stellt die Autorin leicht verständliche Wege zur
Vermeidung von Konflikten und zur Schaffung einer kooperativen Atmosphäre im
Konfliktfall vor.
Reaktionen auf Konflikte beschreibt zunächst drei häufige äußere Symptome,
die einen Konfliktfall signalisieren, oft schon lange, bevor dies ins Bewusstsein
dringt: Gereiztheit und ihre Vorstufe, die diffuse Unzufriedenheit; psychosomatische
Reaktionen und den Rückzug nach Innen.
Wahrnehmung und Konflikte beginnt mit der Erkenntnis, dass wir umso weniger
von Außen aufnehmen, umso mehr wir wissen (bzw. zu wissen glauben) oder je mehr wir
bei einem Thema emotional beteiligt sind: unsere Erwartungen färben das Bild stärker
als die reale Welt. Unsere Voreingenommenheit führt dazu, dass wir nur wahrnehmen,
was aufgrund unserer Vorerfahrungen sinnvoll ist, den Erfahrungen und Erwartungen
entspricht, zu unserer inneren Einstellung und in unser Weltbild passt, unserer
Gefühlslage entspricht, usw.
Aus dieser fundamentalen Erkenntnis heraus folgt der logische nächste Schritt, zu
versuchen, sich in den Gesprächs- bzw. Konfliktpartner hineinzufühlen. Wie ist
seine Sicht der Dinge, und aufgrund welcher Rahmenbedingungen kommt sie zustande?
Welche Einsichten resultieren für mich daraus?
Typologie des Konflikt: Die vier häufigsten Konfliktursachen beschäftigt sich
zunächst mit dem Begriff der Digitalisierung. Digitalisierung bedeutet, dass wir
die sehr vielschichtige Wirklichkeit reduzieren (digitalisieren), indem wir Worte
benutzen. Das bedeutet: Wir verstehen uns meist ein wenig, und ein weiterer Teil
bleibt unverstanden. Jeder Mensch benutzt Worte anders, woraus leicht
Missverständnisse und Konflikte entstehen können. Floskeln, Redewendungen und
unklare Formulierungen begünstigen diesen Vorgang. Die Lösung liegt daran, bereits
beim Anschein eines Missverständnisses zu einer Übereinkunft über die Bedeutung der
verwendeten Wörter zu kommen.
Das zweite Missverständnis liegt in unterschiedlichen Drehbüchern bzw. Skripten
der Menschen. Diese beschreiben den Ablauf bzw. die empfohlene Verhaltensweise in
bestimmten Situationen. Einerseits vereinfachen solche Skripten unser Leben gewaltig,
andererseits führen sie dazu, dass auf Überraschendes nicht oder nicht adäquat
reagiert werden kann, denn die Information wir möglicherweise "wegselektiert" oder
anders interpretiert, als sie gemeint war. Häufige Differenzen in Drehbüchern finden
wir zwischen unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, Religionen, Kulturen und
Geschlechtern.
Über den Drehbüchern stehen die Werte und Grundsätze des Menschen. Die Reihenfolge
unserer Werte halten wir für so selbstverständlich, da sie unsere gesamte
Persönlichkeit prägen, dass wir uns hier besonders schwer vorstellen können, dass
eine andere Person unterschiedlich "gestrickt" ist.
Sich selbst erfüllende Prophezeiungen lassen den "Propheten" sich so verhalten, dass
seine Prophezeiung eintritt - manchmal spielt er sogar so lange unterschiedliche
Rollen, bis er mit seiner Vorhersage "Erfolg" hat. Zum Konflikt kommt es deshalb,
weil der "Prophet" sich nicht bewusst ist, dass er selbst die Ereignisse im Außen
hervorruft. Ein typischer Fall einer solchen Prophezeiung ist die (negative)
Erwartung von Führungskräften an Ihre Mitarbeiter (z.B. bezüglich der Notwendigkeit,
diese motivieren zu müssen).
Divergierende Ziele und Interessen führen nahezu zwangsläufig zum Konflikt. Um diesen
zu lösen, muss zumindest ein Ziel übereinstimmen: der Wunsch, miteinander zu
kooperieren. Über Zieldefinition, Zielfusion, Interessenbesprechung, Erarbeiten
verschiedener Lösungsmöglichkeiten, Einigung auf eine Lösung, der Festlegung eines
Probezeitrahmens für diese Lösung und die Vereinbarung eines Folgetermins kann
dann ein Konflikt vermieden werden. Wesentliche Voraussetzungen für diesen Prozess
sind die Lösungsorientierung (im Gegensatz zur Problemorientierung) und die
Erkenntnis, dass der andere jeweils für sein Problem eine Lösung finden muss, die
seine - oft sogar für ihn selbst verborgenen - Bedürfnisse berücksichtigt. Für die
Art der Zielformulierung gelten die folgenden Regeln: Positive Formulierung, genaue
Definition des Zielzustandes, Prüfung der Realisierbarkeit, Festlegung einer
Messgröße, zeitliche Limitierung und Festlegung des Ziels im eigenen Handlungsrahmen.
Strategien im Konflikt beschäftigt sich mit möglichen Handlungsvarianten der
Konfliktbeteiligten: Die einfachste Strategie, das Vermeiden, kennt nur Verlierer.
Die Durchsetzung und das Nachgeben enden mit einem Sieger und einem Verlierer, im
Kompromissfall sind beide gleichzeitig Sieger und Verlierer, und nur im Fall der
Kooperation ergibt sich eine Win-Win-Situation. Welche Strategien wir wann einsetzen,
hängt auf von dem Umfeld ab, in dem wir einem Konflikt begegnen.
Als langfristig erfolgreichste Strategie hat sich nach der Analyse von
Konfliktstrategien per Computer folgende Handlungsvariante erwiesen: Schon bei der
ersten Begegnung wird kooperiert, und selbst wenn der Partner sich unfair verhält,
kooperiert man weitere 3 - 5 Schritte. Dann versucht man sich 1 - 3 Schritte
durchzusetzen, in der Hoffnung, dass der Partner versteht. Sobald der andere
einlenkt und kooperiert, kooperiert man selbst ebenfalls. Nach 20 Schritten
berechnet man, ob man mit diesem Partner im positiven Bereich liegt, falls
nicht beendet man die "Beziehung".
Es kann also vorkommen, dass ein Gegenüber nicht dazu bereit ist, einzulenken,
und dies trotz der Tatsache, dass man in seiner Argumentation auch seinen Nutzen
und seine Zukunftschancen mit berücksichtigt. In diesem Fall bleibt nur die Trennung.
Das Kapitel Konfliktfelder beschäftigt sich mit der Regelmäßigkeit des
Auftretens von Konflikten in einem Team. Jedes Team durchläuft 4 Phasen: In der
Forming-Phase findet jedes Mitglied seinen Platz, es herrscht Unsicherheit und
Höflichkeit. Hier werden grundsätzliche Regeln des Zusammenlebens vereinbart:
unbewusst oder - besser - bewusst. Die Storming-Phase kennzeichnet sich durch
notwendige Veränderungen aufgrund der (inoffiziellen) Vereinbarungen von Phase 1.
Hier schwelt es unter der Oberfläche, und es ist wichtig, dies schnellstmöglich
anzusprechen zu zum Besten aller Beteiligten zu klären. Die Norming-Phase führt
die Storming-Phase zu Ende, installiert neue Rahmenbedingungen und Regeln. Erst
nach dieser Phase wird ein Team in der "Performing"-Phase richtig produktiv: Jedes
Teammitglied ist in der Lage, sich effektiv um seine Aufgaben zu bemühen, es
herrscht gegenseitige Achtung und Akzeptanz.
Jede Veränderung der Aufgabe oder Zusammensetzung eines Teams lässt diesen Prozess
wieder von vorne beginnen. "Erwachsene" Teams können die ersten drei Phasen in
kürzester Zeit durchlaufen, so dass sie sich auch in Zeiten hohen Wandels meist in
der produktiven Phase aufhalten.
Die Themen Konflikte im Führungsalltag, Konflikte zwischen Freunden und Paaren und
Konflikte mit Kunden runden das Kapitel ab. Es sind leicht genannte, aber oft nicht
so leicht zu realisierende Regeln, die hier zur Lösung führen: Das Ansprechen des
Konflikts zu einem möglichst frühen Zeitpunkt, offene, wahre Kommunikation, die
Trennung von Beziehungs- und Verhaltensebene und die Zielorientiertheit beizubehalten.
Konfliktmediation ist eine Anleitung in neun Phasen für den Außenstehenden Schlichter:
- Kontaktaufnahme, Klärung der Situation, Vereinbarung von Regeln
- Formulierung des Themas
- Ansichten aller beteiligten Parteien sammeln
- Wiederholung der Positionen und Interessen aller Parteien durch die "Gegenspieler"
- Visualisieren der Gemeinsamkeiten
- Erarbeiten von Lösungsmöglichkeiten
- Vereinbarung einer Lösung
- Beurteilung des Lösungsprozesses durch alle Parteien
- Umsetzung
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Kontrolle ist gut, Vertrauen ist
besser, Judith Viorst: Die Autorin, eine renommierte Psychoanalytikerin,
versucht mit diesem Buch einen Weg zu innerer Gelassenheit zu zeigen. Ihre
Absicht ist es, uns zu überzeugen, dass vollständige Kontrolle nicht immer
der beste Weg ist. Für mich persönlich ein wenig überzeugendes Konzept,
darüberhinaus war mir über weite Strecken nicht klar, was Sie mit ihrem Buch
bezweckt. Trotzdem ist dieses Buch lesenswert, bietet es doch zahlreiche
Einsichten und Anregungen zur Introspektion. Hier die Besprechung des Inhalts
mit zahlreichen Kritikpunkten, die aus meiner persönlichen Erfahrung und der
Arbeit mit Seminarteilnehmern und Klienten resultieren.
Nachfolgend die Themen (in Kapiteln sortiert) und die Schwerpunkte des
Inhalts: 1. Wie frei sind wir? beschäftigt sich mit der Frage, ob
Umwelt oder Gene unser Leben mehr bestimmen. Meines Erachtens vergisst die
Autorin dabei mehrere Aspekte, so z.B. wie sehr die
"Schwingung" bzw. die
Inhalte unseres Bewusstseins durch die Kraft der Resonanz das bestimmen,
was wir erleben. Diese Wirkung kann durch keine statistischen Erhebungen
bewiesen werden - aber wer mit vorurteilsfreiem Geist die Inhalte seines
Bewusstseins mit seinem Leben vergleicht, wird feststellen, dass hier das
bestimmende Element in unserem Leben liegt!
Mit dem Satz (S. 30) Und dennoch müssen wir uns klarmachen,
dass die soziale Umwelt wie auch die Anlagen dem Einfluss unseres Willens
machmal unumstößliche Grenzen setzen beweist sie, dass ihr die fast schon
Binsenweisheit zu nennende geistige Gesetzmäßigkeit
Wenn sich
Wille und Gefühl feindlich gegenüberstehen, so gewinnt ausnahmslos das Gefühl
nicht bekannt ist - für eine Psychoanalytikerin ein schwerwiegender Fauxpas!
Und wenn sie auf Seite 32 schreibt ... so können uns schon wesentlich weniger
drastische Erfahrungen für das ganze Leben zeichnen und Störungen verursachen,
die eine Therapie vielleicht noch mindern, aber nicht mehr wirklich heilen kann,
so mag diese Aussage vielleicht für die klassische Psychoanalyse und ähnlich
rückständige Methoden gelten; der Bereich der
Therapie hat
heute jedoch gewaltige Fortschritte gemacht, so dass diese Aussage bestenfalls
noch für schwerste Störungen eine gewisse Relevanz hat!
Bei ihrer Erforschung der Frage, ob und inwieweit wir unser Leben kontrollieren
können, kommen vorgeburtliche Prägungen ebenso wenig
vor wie die Möglichkeit der Reinkarnation. Die angeführten Statistiken sind
nicht unbedingt immer wissenschaftlich zu nennen! (siehe dazu das Gutachten
über die Wissenschaftlichkeit von
"Neuer Medizin" und Schulmedizin im Vergleich)
Sie schließt dieses Kapitel mit der Einsicht, dass wir unser Leben so leben müssen,
als wären wir frei, auch wenn wir es nur teilweise sind. Auch hier kann ich ihr
nur insoweit zustimmen, dass wir sehr kurzfristig betrachtet nur wenig in der Lage
sind zu ändern. Kontinuierliche Arbeit an unserem
Bewusstsein
jedoch kann Erstaunliches und teilweise sogar Unglaubliches bewirken.
2. Der Reiz von Kontrolle und Macht beschäftigt sich mit der Entwicklung des
Kleinkindes. Dessen Kontrolle von Impulshandlungen sowie seine Kontrolle der
Umgebung (= Eltern usw.) und deren aktive Beeinflussung sind für ihn "Erfolg".
Diese Definition von Erfolg führt zu Befriedigung und dem Gefühl von Kompetenz,
wenn es diese frühkindlichen Erfolgserlebnisse nicht hatte, wächst in ihm das
Gefühl der Ohnmacht. Die Folgen für das spätere Leben sind dramatisch (S. 72):
... sind nach "autoritärem Muster" (kaltherzig, distanziert und sehr kontrolliert)
erzogene Kinder höchstwahrscheinlich passiv und zurückgezogen. Demgegenüber weisen
nach dem so genannten "permissiven Muster" (liebevoll, warmherzig, doch wenig
gebots- und verbotsorientiert) aufgewachsene Kinder einen Mangel an Selbstbewusstsein
und Selbstbeherrschung auf. Am selbständigsten und selbstdiszipliniertesten sind
meistens die nach "autoritativem Muster" (kontrolliert, aber auch vernünftig,
kommunikativ und warmherzig) erzogenen Kinder... Was im späteren Leben angewandt
werden soll - Beherrschung und Überlegenheit einerseits, aber auch Einschränkung und
Selbstbeherrschung andererseits - muss bereits frühkindlich im Familienzusammenhang
erlernt worden sein.
3. Sich selbst gehören beschäftigt sich mit dem "Kampf" zwischen
Heranwachsendem und Erwachsenem, besonders auch in der Zeit der Pubertät. Hier
schwankt der Mensch zwischen Anpassung und Rebellion, um sich selbst zu finden und
Macht über sich selbst zu erhalten.
4. Die Macht der Sexualität thematisiert das ständige Spiel zwischen Eigen-
und Fremdkontrolle.
5. Wer hat in der Partnerschaft die Hosen an? beschäftigt sich mit den
Kontrollstrategien in Partnerschaften. Eine der wichtigsten ist Geld - wer Geld
hat, hat die Macht. Weitere (oft indirekte) Machtstrategien sind über Manipulation,
flehentliche Bitten, Wiederholung ("Nörgeln"), Subversion, Zwang, Heimlichkeit,
Fait accompli (vor vollendete Tatsachen stellen), Belohnung, Autokratisches
Verhalten ("Ich weiß es besser"), Überlegenheit, Entzugstaktiken / Mauern und
Verhandlungsgeschick.
In 6. Ewige Elternschaft beschreibt die Autorin von den Eltern, die ihre Kinder
nicht loslassen können, und deren Ratschläge diese "auf ewig" verfolgen.
Diese Eltern interpretieren ihre Kinder als ihr "Zeugnis", für manche dienen diese
auch die Kompensation ihrer eigenen Mißerfolge und Fehlschläge, sie müssen als Ersatz
für die fehlende Macht im eigenen Leben und Beruf herhalten. Die Haupt-Mittel zur Kontrolle
ihrer Zöglinge sind das Geben und Zurückhalten von Geld und das Erzeugen von Schuldgefühlen.
Die Lösung für die Eltern ist es, (endlich) die Verantwortung für das eigene
Leben zu übernehmen.
7. Kontrolle und Macht am Arbeitsplatz zeigt auf, dass das
Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis oft dazu dient, das Eltern-Kind-Verhältnis
auf einer anderen Ebene nachzuspielen - mit allen Kontrollstrategien, die dafür gelten.
Die besten Führungskräfte kennzeichnen sich dadurch, dass Macht und Kontrolle für sie
keine wichtige Rolle spielt, sie geben möglichst viel Macht ab und fördern dadurch
Eigenverantwortung, Innovation und Kreativität.
Im Kapitel 8. Opfer und Überlebende beschäftigt sich die Autorin mit der Macht- und
Kontrollsituation im Falle von Krankheit oder anderer plötzlich auftretender "Schicksalsschläge".
Bevor der Mensch zum Opfer einer solchen Situation wird, geht er von drei Grundannahmen aus:
- Wir sind unverwundbar.
- Wir verstehen die Welt.
- Wir glauben an unseren Wert als Person.
Durch den "Schicksalsschlag" werden diese Annahmen erschüttert. Im
Gegensatz zu der Vermutung wollen jedoch die wenigsten - zumindestens rein mental
betrachtet - in der Opferrolle verharren und neigen deshalb zu inneren Haltungen
wie "es könnte schlimmer sein", "Ich verkrafte es besser als ..." - sie suchen das
Positive, was in vielen Fällen eine bewusstere Lebensführung ist. Dass eine solche
innere Haltung sinnvoll ist, zeigt die Tatsache, dass heute allgemein bekannt ist,
dass Gedanken die Realität beeinflussen, und damit auch die Gesundheit. Die
Wirksamkeit von Placebos ist ausschließlich auf diesen Effekt zurückzuführen.
Nach dem an einer unheilbaren Krankheit leidenden Publizist Norman Cousins (S. 271)
"... kann der Geist seine letztendlichen Funktionen und seine Kontrolle über
den Körper auch ohne die Illusion eines materiellen Eingreifens erfüllen."
(Fettdruck von mir). und so führt die Autorin den Gedanken weiter: Mit anderen
Worten, wir benötigen keine Scheinmedizin oder Scheinbehandlung, um unseren Körper
zugunsten einer Selbstheilung auszutricksen. [...] Cousins wollte [...] damit nur
sagen, dass wir und unsere Ärzte "den Arzt in uns selbst" anerkennen und stärken
müssen, also den "natürlichen Drang des menschlichen Geistes und Körpers" hin zur
Vervollkommnung und Regeneration. "Diesen natürlichen Drang zu hegen und zu pflegen
ist die höchste Verwirklichung menschlicher Freiheit." Trotzdem hegt die Autorin
ihre Zweifel an Extremheilungen, die mehrfach dokumentiert wurden. Hier fehlt ihr
vermutlich einfach das Wissen um die einfachen Entstehungs- und Heilungszusammenhänge,
wie sie von Dr. Hamer ausführlich dokumentiert wurden.
Hier wird sie sehr schwammig und wissenschaftlich unhaltbar, wenn sie behauptet und zitiert
(S. 280/281) auch sogenannten "Experten", dass es eine grausame Irreführung der
Menschen sei, sie glauben zu lassen, dass sie und ihre Gedanken in der Lage wären,
ihr Schicksal zu bestimmen. Dies ist sicherlich richtig, solange es um die bewusst
kontrollierten und kontrollierbaren Gedanken geht - aber diese machen eben nur einen
Bruchteil der tatsächlichen täglichen Gedanken aus. Meine durch ausführliche
Erfahrung erhärtete - und bisher unwiderlegte - Behauptung ist:
Jeder Mensch kann die volle
Kontrolle über sein Schicksal, und damit auch über Gesundheit und Krankheit,
ausüben, wenn er willens und in der Lage ist, dauerhaft an seinem gesamten
Bewusstsein, und nicht nur an seinen bewussten Gedanken, zu arbeiten!
Denn sein Schicksal und seine Gesundheit sind die Widerspiegelung seines gesamten
Bewusstseinszustandes! Er muss somit nicht seine Gedanken gegen
die Krankheit richten, sondern er kann an der Materie, an der Realität erkennen,
was in seinem Bewusstsein vorhanden ist, und selbst oder mit qualifizierter Hilfe
daran arbeiten, sein Bewusstsein und damit auch sein Leben zu verändern.
Trotz ihrer widersprüchlichen Aussagen zu diesem Thema kommt sie in diesem Kapitel
zu dem gleichen Schluss, den ich eben dargelegt habe (S. 287): Doch selbst wenn
es um weniger als um Leben und Tod geht, scheint es im Großen und Ganzen so, dass
Einfluss zu haben besser ist als machtlos zu sein. Zahlreiche Untersuchungen
bestätigen, wie vorteilhaft sich der Glaube auswirkt, wir hätten Einfluss:
Menschen, die glauben, sie verfügten über ein ausreichendes Maß an Einfluss und
Kontrolle, lassen sich weniger durch stressreiche Ereignisse beeinträchtigen und
sind zufriedener. Warum sie hier nicht lieber
Erfahrung
sprechen lässt statt den Glauben, ist mir schleierhaft - aber vielleicht fehlen
ihr hier trotz ihres Berufes die entsprechenden Erfahrungen.
In 9. Varianten des Loslassens beschreibt sie zwei Kategorien von Menschen:
- "Internale" sehen Ereignisse als das Resultat eigener Anstrengungen.
- "Externale" glauben, keinen eigenen Einfluss auf die Geschehnisse in ihrem
Leben zu haben.
Für "internales" Handeln gelten Aussagen wie (S. 429, Anmerkung 34):
"Ich werde einen Weg finden oder selbst einen bauen." Die Autorin glaubt, dass
dem "externalen" Handeln in unserer Gesellschaft zu wenig Raum gegeben werde, dass
das "internale" Handeln durch Heldengeschichten und moralische Regeln ausnahmslos
gefördert werde, und belegt dies durch für mich unpassende, zumindest aber fragwürdige
Geschichten, die nicht die "aussichtslose Situation" zeigen, die sie als Beleg für
die Notwenigkeit "externaler" Handlungsweisen sieht. So ist das Handeln einer Ehefrau,
die vielfach von ihrem Mann betrogen wurde, nicht die "Aufgabe" (und damit das
"externale" Handeln), wenn sie ihren Mann verläßt! Denn es gibt ja noch andere Männer.
Aufgabe wäre es nur, wenn das Ziel so eng gefasst würde, dass sie ein glückliches
Familienleben nur mit diesem einen Mann führen könne. Der Fehler ist hier in der
Zielformulierung
zu suchen, es handelt sich nicht um eine Frage von internalem oder externalem
Handeln! Meiner Meinung nach sind so gut wie alle Probleme unserer menschlichen
Gesellschaft darauf zurückzuführen, dass die Verantwortung nicht übernommen wird.
Deshalb gilt auch der Umkehrschluß: die Selbstverantwortung kann uns
retten, gibt uns unseren ganz individuellen Platz in der Gesellschaft zurück.
Eine letzte Anmerkung noch zu diesem Kapitel: Wenn die Autorin über die
"grauenhaften Vorgänge im Zusammenhang mit Sekten"
berichtet, so sollte sie sich zumindest mit vorurteilsfreiem Geist informieren!
Die erwähnten Beispiele des Predigers Jim Jones in Jonestown, oder auf David
Koreshs Apocalypse-Ranch in Waco, Texas, sind bei aufmerksamem Studium der Berichte
äußerst widersprüchlich. Es handelt sich hier mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht
um "Todesriten", sondern um die vorsätzliche, beabsichtigte Zerstörung
Andersdenkender - von welcher Seite eine solche Maßnahme ausgeht, ist unschwer
vorstellbar. (siehe dazu auch die Filmbesprechung
Nostradamus)
Schließlich wird in 10. Unser Sterben beeinflussen noch die letzte Phase des
Lebens betrachtet. Gelingt es uns hier, die Art unseres Ablebens zu bestimmen oder
fallen wir hier dem "Dem-Tod-nicht-ins-Auge-sehen-können" von Ärzten, Angehörigen
und der Gesellschaft zum Opfer? Eine berechtigte Frage! Aber die Grundannahmen, auf
der dieses Kapitel aufbaut, ist fragwürdig: Müssen wir wirklich körperlich und/oder
geistig verfallen? Müssen wir wirklich chronisch und schwer krank sein? Gibt es
wirklich unheilbare Krankheiten, oder gibt nicht nur unheilbare Menschen?
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